Ortschaftsrat lehnt finanzielle Unterstützung ab, Ebert will Fest trotzdem durchführen - Mit großen Worten zog Sven Ebert vom Clan der Ebronen in die Welt hinaus. Die Saalekreis-Gemeinde Schkopau habe ihm finanzielle Unterstützung zugesagt, wenn er das Fest dort durchführe. Etwas unter Druck setzen wollte er damit sicher auch die Stadtverwaltung von Halle (Saale). Diese sollte sich finanziell einbringen, damit das Fest weiterhin auf der Rennbahn stattfinden kann.
Highland-Games 2009 in Schkopau
D och in Schkopau war man überrascht, finanzielle Zusagen hatte man dort nämlich noch gar nicht gemacht. Die kann nur der Gemeinderat treffen. Eine Vorentscheidung ist aber bereits gefallen. Der Ortschaftsrat befand in seiner Sitzung am Dienstag, dass es für die Highland Games auch von der Saalekreisgemeinde keine Gelder gibt. Elf Räte waren dagegen, einer enthielt sich. Man fürchtete, von Menschenmassen überrollt zu werden. Dem zu erwartenden Besucheransturm könnte man nicht gewachsen sein.
Bedenken, die Ebert nicht teilt. Er will trotz alledem sein Festival im Schlosspark von Schkopau durchführen, wie er auf Nachfrage von HalleForum.de sagte. Abrücken ist wohl auch kaum noch drin, Werbebanner weisen bereits auf den neuen Standort in Schkopau hin. Einen Gang nach Leipzig schließt Ebert bislang aus, auch wenn es au der Messestadt ebenfalls Angebote gegeben haben soll.
Kritik muss der Ebronenclan vom Arbeitskreis Hallesche Auenwälder über sich ergehen lassen. Aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes sei der Standort am Schloss in Schkopau ungeeignet. Die Mündungsbereiche von Laucha und Luppe in die Saale und deren großräumige Umfelder sei Bestandteil eines Landschaftsschutzgebietes. Besonders sensibel sei zudem das Gebiet des Kollenbeyer Holzes, welcher ein arten- und strukturreicher Hartholzauenwald ist und die größte Graureiherkolonie Europas beherberge. Man vertrete die Auffassung, dass die „Highland-Games“ die arten- und strukturreiche Natur und Landschaft umfassend beeinträchtigen und schädigen könnten.
Bedenklich sei auch, welche Probleme die angestrebten Besucherströme im Bereich des Parks des Schkopauer Schlosses und seines Umfeldes sowie die Veranstaltung an sich unter anderem mit dem damit verbundenen Lärm, der benötigten Technik, der zu erwartenden Vermüllungen und Trittschäden hervorrufen können.
Quelle: Enrico Seppelt by Halle-Forum [14.01.2009]
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